Selbstbestimmung und Zeit - der Luxus von Heute
Keine Frage: Selbstbestimmung und Zeit ist der Luxus von Heute

Selbstbestimmung und Zeit - der Luxus von Heute

Die Verkaufe von Gewinnspielen im Radio ist eine der grundsätzlichen Aufgaben der On Air Promotion. Und für diese äußerst kreative Aufgabe - schließlich muss das Rad immer wieder neu erfunden werden.

Eine Ipsos-Untersuchung liefert zu diesem Themenkomplex neue Ansätze. Was ist Luxus? Geld, wertvoller Schmuck, teure Kleidung, in Champagner baden?

Der schnelle Zugang zum Hörer

Weit gefehlt, ganz oben auf der Luxusliste steht für 72 Prozent aller Deutschen der Herzenswunsch, „über meine Zeit selbst bestimmen zu können". Jeder Zweite vergibt sogar den höchsten Zustimmungswert. Interessanterweise liegt die Zustimmungsrate bei Frauen (75%) höher als bei Männern (69%) und bei Westdeutschen (74%) höher als bei Ostdeutschen (66%).

Für 71 Prozent ist Luxus „die besonderen Momente zu genießen", jeder Zweite sieht den Luxus darin, Zeit für sich allein zu haben (55%) oder in der Möglichkeit „kleiner Fluchten aus dem Alltag" (53%). Und immer sind es deutlich mehr Frauen als Männer, die diese immateriellen Luxusaspekte schätzen.

Luxus heißt auch Selbstverwirklichung

Den „eigenen Stil gestalten zu können" (55%) und „sich selbst zu verwöhnen" (51%), sieht jeder zweite Befragte als Luxus an, bei den Frauen sind es bis zu 60 Prozent. Die Definition von Luxus als „Selbstverwöhnung" nimmt mit zunehmendem Alter der Befragten kontinuierlich ab. 61 Prozent der unter 35-Jährigen, aber nur 43 Prozent der über 55-Jährigen sieht darin Luxus.

Gar keine Lust auf Kaufrausch? So ist es nun auch nicht. Knapp die Hälfte der Befragten (49%) sieht im Luxus auch „kaufen zu können, was immer ich möchte", da sind sich Männer und Frauen einig. Besonders betont wird diese Luxusvariante von Befragten mit Kindern im Haushalt (57%) und unter 35-Jährigen (56%).

Wer leistet sich welchen Luxus?

Einkaufen ja, aber Luxus zur Schau Stellen befürwortet nur eine Minderheit der Befragten. Nur für jeden Fünften (20%) sind Luxus „exklusive, vorzeigbare Dinge" oder gar zu „zeigen, dass man sich etwas leisten kann" (16%), und nur jeder Zehnte (10%) meint, Luxus sei immer „das zu besitzen, was gerade angesagt ist". Interessanterweise schlagen diese besitzorientierten Varianten besonders stark bei jüngeren Altersgruppen (unter 35 Jahre) durch. Jeder Vierte (26%) dieses Alters sieht im Luxus zu zeigen, was man sich leisten kann - ebenso hängt diese Luxusdefinition erwartungsgemäß mit der Höhe des Haushaltsnetto-Einkommens zusammen.

Der hier bestätigte Trend zum immateriellen Luxus im Sinne von „Zeit zur Selbstverwirklichung" dürfte vor allem für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Kosmetik-, Wellness- und Gesundheitsbereich interessant sein.

Schlussfolgerungen

1.Der Sender weiß ja in der Regel durch seine eigenen strategischen Studien, wo die Präferenzen seiner Hörer bei Gewinnen liegen. Da wird sich auch kurzfristig nichts ändern. Aber wenn man weiß, dass sich ein Großteil der Hörer nach dem Luxus von Selbstbestimmung und Zeit sehnen (abhängig von der Zielgruppe des Senders), dann formulieren wir es doch so!

2.Die „normale“ Reise, die verlost wird, dient jetzt zur Selbstbestimmung, dient der Auszeit für den Gewinner. Er gönnt sich den Luxus, eine Woche dem üblichen Rhythmus der Hektik, der Arbeit zu entfliehen. Dank ihrem Sender!

3.Holen sie den Hörer aus seiner Erlebniswelt ab.

4.Nutzen sie das, was in seiner Gedankenwelt bereits vorhanden ist, was bei ihm also „Top of Mind“ ist.

5.Der schnelle Zugang zum Hörer ist der Erfolg ihrer nächsten Promotion.

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